Wir leben in einem Zeitalter der Überarbeitung und der Unterbildung, in einem Zeitalter, in dem die Menschen so fleißig sind, daß sie verdummen.
Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, daß ein Mensch viele gute Taten tun muß, um zu beweisen, daß er tüchtig ist, aber nur einen Fehler zu begehen braucht, um zu beweisen, daß er nichts taugt.
Seid reinlich bei Tage und säuisch bei Nacht So habt ihrs auf Erden am weitsten gebracht.
Keine Frau kann aus einem Narren einen Weisen machen, aber jede Frau kann aus einem Weisen einen Narren machen.
Was das Glück betrifft, so haben weder Erfahrung noch Beobachtung in mir den Eindruck erweckt, daß Gläubige im Durchschnitt glücklicher oder unglücklicher seien als Glaubenslose.
Wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, ist seelisch bereits tot.
Es gibt auf der Welt nur zwei Arten vorwärts zu kommen, entweder durch die eigene Tüchtigkeit oder durch die Dummheit der anderen.
Wie lächerlich und weltfremd ist der, der sich über irgend etwas wundert, das im Leben vorkommt.
Das Vorurteil ist die hochnäsige Empfangsdame im Vorzimmer der Vernunft.
Kein Wort von der alten Zauberkraft der Musik ist mir unwahrscheinlich. Wie mich der einfache Gesang angreift!
Einer Zeit der grenzenlosen Entdeckungen folgt vielleicht eine Zeit der Entdeckung der Grenzen.
Wer nicht kann, was er will, muß das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht.
Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.
Der Gebildete treibt die Genauigkeit nicht weiter, als es der Natur der Sache entspricht.
Mit Gesang kann man alle seine Krankheiten verscheuchen.
So ist die Erziehung durch Musik darum die vorzüglichste, weil Rhythmus und Harmonie am tiefsten in das innere der Seele eindringen, ihr Anmut und Anstand verleihen.
Jedes Kind, das etwas taugt, wird mehr durch Auflehnung als durch Gehorsam.
Niemand beging einen größeren Fehler als jener, der nichts tat, weil er nur wenig tun konnte.
Jeder Mann hat etwas Höheres als das Weib, wenn er wieder nüchtern ist.
Wenn wir keine Fehler hätten, würden wir nicht mit so großem Vergnügen Fehler bei anderen entdecken.