Wie gerne wir uns beneiden lassen, beweist fast jede Ansichtskarte, die wir schreiben.
Wir leben in einem Zeitalter der Überarbeitung und der Unterbildung, in einem Zeitalter, in dem die Menschen so fleißig sind, daß sie verdummen.
Der Gütige ist frei, auch wenn er ein Sklave ist. Der Böse ist ein Sklave, auch wenn er ein König ist.
Eine kluge Frau lernt beizeiten, ihren Mann ohne Grund zu bewundern.
Ein Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln: Erstens: Durch Nachdenken – das ist der edelste. Zweitens: Durch Nachahmen – das ist der leichteste. Drittens: Durch Erfahrung – das ist der bitterste.
Wie alt man geworden ist, sieht man an den Gesichtern derer, die man jung gekannt hat.
Arbeit ist der Fluch der trinkenden Klassen.
In der Ehe pflegt gewöhnlich einer der Dumme zu sein. Nur wenn zwei Dumme heiraten -: Das kann mitunter gut gehn.
Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen.
Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen Schatten.
Phantasie ist etwas, was sich die meisten Leute gar nicht vorstellen können.
Die Männer sind zweifellos dümmer als die Frauen. Oder hat man jemals gehört, daß eine Frau einen Mann nur wegen seiner hübschen Beine geheiratet hat?
Die Frauen machen sich nur deshalb schön, weil das Auge des Mannes besser entwickelt ist als sein Verstand.
Wer Musik nicht liebt, verdient nicht, ein Mensch genannt zu werden; wer sie nur liebt, ist erst ein halber Mensch; wer sie aber treibt, ist ein ganzer Mensch.
Glück ein Leben lang! Niemand könnte es ertragen: Es wäre die Hölle auf Erden.
Alles Große in der Welt wird nur dadurch Wirklichkeit, daß irgendwer mehr tut, als er tun müßte.
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
Es gibt keine schöpferische Tätigkeit ohne Ungehorsam.
Die Gefährdung der heutigen Menschheit entspringt nicht so sehr ihrer Macht, physikalische Vorgänge zu beherrschen, als ihrer Ohnmacht, das soziale Geschehen vernünftig zu lenken.
Lügen ist nur dann ein Laster, wenn es Böses stiftet, dagegen eine sehr große Tugend, wenn dadurch Gutes bewirkt wird.